Leben mit einem gereizten Darm

Woran man das Reizdarmsyndrom erkennt

Das Reizdarmsyndrom ist eine komplexe chronische Erkrankung des Verdauungstrakts. Schätzungen zufolge leidet jeder siebte Deutsche daran. Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer. Zu den typischen Symptomen zählen Bauchschmerzen, Übelkeit, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung. Die genauen Ursachen sind aber noch nicht eindeutig geklärt. Man vermutet, dass Veränderungen des Darmmikrobioms, der Darm-Barriere, der Darm-Immunabwehr und deren Wechselspiel mit dem Darm-Nervensystem eine Rolle spielen. „Der Reizdarm als Erkrankung, wie wir sie heute kennen, ist nicht heilbar. Wir haben aber eine ganze Reihe von Maßnahmen, die die Symptome lindern“, sagt Dr. Viola Andresen. Sie ist leitende Ärztin des Fachinstituts für Darmgesundheit & Ernährung (IKANEUM) am Israelitischen Krankenhaus und beschäftigt sich intensiv mit dem Reizdarmsyndrom. Mit ihr und Reizdarm-Patientin Pia Marie Lamottke spricht Moderatorin Iris Budowsky über mögliche Behandlungsmethoden und wie man lernt, mit der Erkrankung zu leben. Frau Dr. Andresen rät „sich nicht von der Krankheit dominieren zu lassen“ und auch Pia Marie Lamottke empfiehlt anderen Betroffenen die Krankheit zu akzeptieren. Sie sagt: „Lasst die Krankheit nicht die Kontrolle über euer Leben übernehmen. Auf alles verzichten ist keine Lösung.“

Datum: 08.12.2022
Rubrik: Service & Wissen
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