Tipps zum Umgang und Behandlungsmöglichkeiten

Woran man Multiple Sklerose (MS) erkennt

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die Gehirn und Rückenmark umfasst. Sie tritt häufig im frühen Erwachsenenalter auf und betrifft alleine in Deutschland 200 000 Menschen. 70 Prozent der Betroffenen sind Frauen. „Die Entzündungen werden durch das eigene Immunsystem ausgelöst, das aus bisher nicht vollständig geklärter Ursache anfängt, bestimmte Strukturen im zentralen Nervensystem anzugreifen“, erläutert Beate Fuchs. Sie ist Neurologin und leitet das MS-Rehabilitationszentrum der VAMED Klinik Schloss Pulsnitz. Mit ihr und der MS-Patientin Nele Handwerker spricht Moderatorin Iris Budowsky über den richtigen Umgang mit der Erkrankung und mögliche Behandlungsmethoden. Da der Verlauf, die Beschwerden und der Therapieerfolg von Patient zu Patient sehr unterschiedlich ist, spricht man bei MS auch von der „Krankheit der 1000 Gesichter. „Zu den gängigsten Symptomen gehört die Fatigue, Sehstörungen, Lähmungserscheinungen, Probleme beim Laufen und Blasenstörungen“, sagt die Neurologin Beate Fuchs und ergänzt, „dass für MS-Patienten in erster Linie ein gesunder Lebensstil wichtig ist. Also nicht Rauchen, gesunde Ernährung, wenig Alkohol und viel Bewegung. Denn Sport ist neuroprotektiv und hat einen positiven Einfluss auf das Immunsystem.“ Auch Nele Handwerker, die seit 18 Jahren mit MS lebt, rät zu dieser Vorgehensweise und empfiehlt „die Medikamente regelmäßig zu nehmen und Stress zu vermeiden.“ Sie sagt: „Wenn du selbst informiert bist, selbst aktiv wirst und offen damit umgehst, dann ist ein schönes Leben mit MS möglich.“

Datum: 19.01.2023
Rubrik: Service & Wissen
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