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Verstanden

Hausmittel gegen Würmer

Madenwürmer – ungebetene Gäste

Für die meisten Menschen sind Würmer im Darm eine Horrorvorstellung. Madenwürmer, Spulwürmer und Bandwürmer sind am häufigsten verbreitet. Gegen den Parasiten hilft in der Regel nur eine Wurmkur. Der Madenwurmbefall ist eine der häufigsten Wurmerkrankungen des Menschen und kommt vor allem bei Kindern vor. Allein mit Madenwürmern sind weltweit mehr als eine Milliarde Menschen befallen.

Für Europa gibt es Schätzungen für Kindergarten- und Grundschulkinder von etwa 20 Prozent. Der symptomatische Madenwurmbefall (Enterobiose) ist aufgrund seiner weiten Verbreitung bei Kindern – und dem gelegentlichen Auftreten bei Erwachsenen – auch hierzulande immer noch ein Problem.

Hohe Ansteckungsgefahr

Der Madenwurmbefall ist häufig mit großen psychischen Belastungen für Kinder und Eltern verbunden. So scheuen betroffene Patienten aus Scham das vertrauensvolle Gespräch mit ihrem Arzt. Mangelndes Wissen bezüglich der Übertragungs- und Präventionsmöglichkeiten und frustrane Therapieversuche führen nicht selten zur Resignation von Betroffenen und Angehörigen.

Ansteckend sind nicht die Würmer, sondern die Eier, die nicht leicht zu erkennen sind, da sie so klein sind. Sie können daher leicht verschluckt werden, gelangen durch Einatmen in den Körper und nisten sich gern unter den Fingernägeln ein.

Madenwürmer im Darm - typische Symptome

Typische Symptome für einen Befall der kleinen weißen Würmer, bei denen die Weibchen bis zu 13 Millimeter groß werden können, sind:

•            Starkes Jucken, vor allem am Abend und in der Nacht

•            Appetitlosigkeit

•            Nachweisbarkeit der Parasiten im Kot mit bloßem Auge

•            Durch Juckreiz und Kratzen kann es schlimmen Fällen zu Entzündungen am After kommen

Bei einigen Menschen verläuft die Wurmerkrankung aber auch symptomlos und bleibt daher oft unbemerkt.

Wie infiziert man sich mit Madenwürmern?

Eine Infektion mit den kleinen Parasiten geschieht häufig über verunreinigte Lebensmittel und Speisen, Türklinken, Spielzeug, Tiere oder über die Luft. Vor allem Kinder sind gefährdet. Gelangen die Eier in den Körper, nisten sie sich im Dickdarm ein und ernähren sich dort von dem Nahrungsbrei.

Die weiblichen Madenwürmer legen ihre bis zu 10.000 Eier bevorzugt nachts in den Falten des Anus ab und verursachen dort starken Juckreiz. Über den Juckkontakt mit der Hand und Fingernägeln gelangen die Eier wieder in den Mund und lösen eine weitere Infektionskette aus.

Folgeerkrankungen von Madenwürmern

Werden Madenwürmer nicht behandelt, kann dies bei Kleinkindern zu Entwicklungsstörungen führen. Bei Frauen besteht das Risiko, dass die Madenwürmer auch die Scheidenregion befallen und dort Entzündungen auslösen, was jedoch selten vorkommt. Oft haben vom Wurm befallene Kinder ein nächtliches Schlafdefizit, da sie durch den Juckreiz schlecht schlafen können. Tagsüber sind sie dadurch müde und unkonzentriert.

Hausmittel gegen Würmer

Es gibt Hausmittel, die bei einer Wurmerkrankung eingesetzt werden und die medizinische Wurmkur unterstützen können. Folgende Lebensmittel mögen Würmer weniger:

  • Ananas, Papaya und frische Karotten: Vor den Mahlzeiten große Stücke verzerren.
  • Grapefruitkern-Extrakt: Der Saft aus der Schale und den Kernen der Frucht wirkt gegen die Parasiten. Schwangere, stillende Frauen und Kleinkinder sollten darauf jedoch verzichten.
  • Roher Knoblauch enthält schwefelhaltige Aminosäuren, die als natürliche Wurmkur im Darm bei Kindern und Erwachsenen aufräumt.
  • Weißkohlsaft sollte morgens auf nüchternen Magen getrunken werden.
  • Kerne von Kürbis und Papaya enthalten Enzyme, die Darmparasiten abtöten können.
  • Schwarzkümmelöl wirkt sich positiv auf die Darmflora aus und stärkt das Immunsystem.
  • Natives Kokosöl: Über den Tag verteilt ca. 3 bis 4 Esslöffel einnehmen. Es vertreibt Parasiten aus dem Darm und eignet sich auch bei Wurmbefall bei Hunden.
  • Sitzbäder mit Salzwasser und Eincremen mit Vaseline helfen gegen das Jucken am After.

Besteht ein Verdacht auf Wurmbefall, sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Dieser klärt ab, um welche Wurmart es sich handelt. Die oben erwähnten Hausmittel können die schulmedizinische Therapie nur begleiten und nicht ersetzen.

Schutz vor Würmern

Vor allem ist bei der Wurmbekämpfung eine penible Hygiene wichtig wie kurz geschnittene Fingernägel, tägliches Wechseln von Unterwäsche und Bettwäsche und sehr häufiges Händewaschen. Auch sollten die Hände nicht nur vor dem Essen, sondern auch bei der Essenszubereitung und ebenso nach dem Toilettengang sowie nach dem Kontakt mit Haustieren gewaschen werden. Ebenso empfehlen Experten das Wechseln von Zahnbürsten und Fingernagelbürsten.

(Autorin: Gertrud Maria Vaske)

Datum: 10.06.2019
Rubrik: Service & Wissen
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