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Verstanden

Krebserregendes Acrylamid in Toastbrot

Giftort Küche: Rösten und Co

US-Forscher warnen, dass verbrannte Toastscheiben durch Feinstaubpartikel die ganze Raumluft mehr verpesten als Autos. Lange ist bekannt, wenn Lebensmittel über 175 °C erhitzt werden, bildet sich krebserregendes Acrylamid darin. Starkverbranntes Toastbrot ist davon besonders betroffen. Nun kam heraus: Schwarzes krosses Toast vergiftet Körper und Raumluft.

Bei ihrer Untersuchung haben Wissenschaftler nach den schlimmsten Feinstaubquellen in Innenräumen gesucht. Als Hauptverursachter der neuen US-Untersuchung kam der Toaster als Übeltäter heraus. Schwarzgewordene Brotscheiben oder Toasts können demnach mehr Luftverschmutzung auslösen als Autos an einer vielbefahrenen Kreuzung, heißt es in den Veröffentlichungen zum Ergebnis einer Studie der "University of Texas" in Austin.

Gesundheitsschädliche Kochdämpfe

Erst kürzlich wurde bekannt, dass Kochdämpfe nicht nur die Küchenraumluft vernebelten, sondern sich negativ auf die Gesundheit auswirken können und so die Berufsgruppe der Köche zu der mit der niedrigsten Lebenserwartung zählt. Das belegte eine norwegische Studie in der 900 Köche befragt wurden. Der Analyse zufolge seien der Grund Kochdämpfe. Es wurde ein Zusammenhang zwischen Bronchitis und Kochdämpfen festgestellt.

Die Symptome ließen eindeutig nach, sobald die Köche nicht mehr kochten, brieten oder am Grill standen. Das zeige, so der Forscher Sindre Rabben Svedahl, dass die Arbeitsbedingungen in der Küche tatsächlich mit der Gesundheit zusammenhängen.

Verpestete Raumluft

Kritische Stoffe entstehen auch beim Abbrennen von Kerzen, Kochen, Braten oder Frittieren in der Küche, weshalb die Verbraucherzentrale zu schonendem Kochen und Dünsten rät. Beim intensiven Toasten jedoch vermehren sich giftige Feinstaubpartikel schlagartig und es kommt zu einer drastischen Luftverschmutzung. Entweder bilden sich diese aus dem Gerät selbst oder von alten Krümeln, die sich am Boden des Toastgerätes ablagerten und stets durch die Hitze weiter mitrösten wie die US-Wissenschaftler mitteilten.

Bis zu 25 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) zumutbar. Wird das Brot zu stark getoastet, steigt der Wert auf bis zu 3000 bis 4000 Mikrogramm pro Kubikmeter an. Bei goldbraunem Toast liegt dieser hingegen nur bei etwa 300 Mikrogramm. Marina Vance von der "University of Colorado" auf einer Wissenschafts-Tagung der "American Association for the Advancement of Science" warnte, wenn das Toastbrot die Heizelemente berührt, gelangen toxische Stoffe in die Luft, und diese können sich im gesamten Raum verbreiten.

Tipps für die Küche

Die Forscher empfehlen deshalb, Krümel regelmäßig aus dem Bräunungsgerät zu entfernen und Brot nicht zu lange zu rösten, sondern lediglich zu vergolden. Die gleiche Empfehlung gibt die Verbraucherzentrale bei der Entstehung von Acrylamid mit: „vergolden statt verbrennen“. So gelangt beim Toastbrot weniger krebserregendes schwarzes Pulver in den Körper. Wer sich nun vor den Luftverschmutzungen schützen will, sollte weniger intensiv rösten und regelmäßig lüften.

(gmv)

 

 

 

Datum: 13.06.2019
Rubrik: Service & Wissen
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