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Verstanden

Neue internationale Studie belegt Wirksamkeit

Erfolg im Kampf gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs

Das Pankreaskarzinom (Bauchspeicheldrüsenkrebs) ist oft tückisch, denn lange bleibt die Erkrankung zunächst symptomlos und verläuft im Stillen. Einem internationalen Forscherteam gelang nun der Nachweis, dass der Wirkstoff Olaparib die Heilungschancen von Patienten mit einer bestimmten bösartigen Tumorform von Bauchspeicheldrüsenkrebs verbessert.

Dem Asklepios Tumorzentrum Hamburg ist unter der Leitung von Prof. Dr. Dirk Arnold damit ein wissenschaftlicher Erfolg gelungen. Eine gemeinsam mit Universitätskliniken aus aller Welt durchgeführte Studie zur Wirkung von Olaparib auf eine bestimmte genetische Variante beim metastasierten Bauchspeicheldrüsenkrebs wurde im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht.

Bauchspeicheldrüsenkrebs und Heilungschancen

Bauchspeicheldrüsenkrebs hat bisher keine guten Heilungschancen und stellt damit für viele Kliniken und Ärzte eine besondere Herausforderung dar. Die neuen Studienergebnisse sind für Kliniken und für das Asklepios Tumorzentrum mit seinen mehr als 200 Krebsspezialisten von besonderer Bedeutung, zumal täglich Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert und behandelt werden.

Experten wissen, dass diese besonders aggressive und gefährliche Tumorform in der Regel erst sehr spät Symptome zeigt. Die Beschwerden ähneln denen einer chronisch entzündeten Bauchspeicheldrüse. Dazu gehören Oberbauchschmerzen oder Verdauungsstörungen. Deshalb wird Bauchspeicheldrüsenkrebs oft erst entdeckt, wenn er schon weiter fortgeschritten ist.

Besonders dann sind die Heilungschancen schlecht. Die neuen Studienergebnisse lassen jedoch hoffen. Arnold erklärt dazu: „Die hier vorgestellte Behandlung hat aber die Prognose von Patienten, die an einer seltenen Sonderform leiden, ganz erheblich verbessert“.

Individualisierte Krebstherapien und versierte Ärzteteams

Eine Schlüsselrolle kommt hierbei der molekularpathologischen Testung zu: „Der Ansatz einer individualisierten Krebstherapie kann so schon heute umgesetzt werden“, so Arnold weiter. „Dennoch braucht es bei den oft komplizierten Krankheitsverläufen eine große Erfahrung und Spezialisierung“ wie der Tumorzentrumsleiter erklärt. Deshalb sollten Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs vor allem gemeinsam von interdisziplinär arbeitenden Ärzteteams behandelt werden.  

In Deutschland erkrankten im Jahr 2014 laut Angaben des Robert Koch-Instituts rund 17.130 Menschen an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Männer und Frauen sind in etwa gleich häufig betroffen - Männer im Durchschnitt mit 72 und Frauen mit 75 Jahren. Die Zahl der Erkrankungen ist seit den 90er Jahren leicht gestiegen. Experten vermuten, dass dieser Trend anhält, auch weil immer mehr Menschen ein Alter erreichen, in dem Bauchspeicheldrüsenkrebs mit höherer Wahrscheinlichkeit vorkommt.

Schutz vor Bauchspeicheldrüsenkrebs

Viele Betroffene und Angehörige stellen die Frage, ob es vorbeugende Maßnahmen gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs gibt. Experten raten, dem Körper so wenig Gifte wie möglich zu zuführen und insgesamt auf eine gesunde Lebensführung zu achten.

Einen hundertprozentigen Schutz gibt es nicht. Jedoch gibt es sehr wohl Maßnahmen, die das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs verringern sollen. Dazu zählen: Sich so wenig Umweltgiften wie möglich aussetzen, nicht rauchen und insgesamt wenig Alkohol trinken.

Auch ein normales Gewicht und ausreichend Bewegung an der frischen Luft sind hilfreich. Fachleute raten auch, sich möglichst an den allgemeinen Ernährungsempfehlungen zur Krebsvorbeugung zu orientieren.

(Autorin: Gertrud Maria Vaske)

 

 

Datum: 09.07.2019
Rubrik: Service & Wissen
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