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Verstanden

Neue Studie: Wie das Arbeitsleben die Lebenserwartung beeinflusst

Wer hohen Arbeitsbelastungen ausgesetzt war, stirbt früher

Die Lebenserwartung steigt seit langem in Deutschland. Die Hälfte der 1960 geborenen Menschen werden ein stolzes Alter erreichen, sofern sie das 65 Lebensjahr erreicht haben. Die Männer verabschieden sich dann voraussichtlich mit 86 Jahren und die Frauen werden Schätzungen zufolge sogar 90 Jahre alt.

Die Generation zuvor lebte im Durchschnitt noch fünf Jahre weniger. Wie die Lebenserwartung ab 65 Jahren mit dem Arbeitsleben und mit sozialen Unterschieden zusammenhängt, untersucht das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg Essen (UDE) in einer aktuellen Studie.

Arme Menschen sterben früher

Personen mit einer schlechten Selbsteinschätzung ihrer Gesundheit sowie Personen mit einer Behinderung weisen eine niedrigere fernere Lebenserwartung auf. Mit fernerer Lebenserwartung ist das Leben vom Rentenalter 65 bis zum Tod gemeint.

Auch spielt der Einfluss sozioökonomischer Unterschiede eine Rolle. So haben Personen in überdurchschnittlichen Einkommenspositionen eine höhere fernere Lebenserwartung als Personen in unterdurchschnittlichen Einkommenspositionen. Auch beim Bildungsniveau zeigt sich ein niedrigeres Sterblichkeitsrisiko mit steigender Bildung.

Menschen mit hohen Arbeitsbelastungen

Ergänzend zu den Untersuchungen zeigt die Analyse, dass Unterschiede in den Arbeitsbelastungen mit der ferneren Lebenserwartung ab 65 Jahren zusammenhängen. Sie ist niedriger bei sehr hohen Arbeitsbelastungen und höher bei niedrigen Arbeitsbelastungen während der Erwerbsphase.

Das heißt, wer sehr hohen Arbeitsbelastungen ausgesetzt war, stirbt früher. Die Arbeitsbelastung beeinflusst also nicht nur das unmittelbare Wohlbefinden, sondern scheint sich auch über die Erwerbsphase hinaus auszuwirken. „Damit bleiben die Reduzierung von Arbeitsbelastungen und die Förderung von menschengerechter Arbeit ein vordringliches Ziel“, folgert das IAQ-Team.

Bessere Arbeitsbedingungen für Besserverdiener

Bereits im vergangenen Jahr veröffentlichen britische Wissenschaftler eine Studie, die belegte, dass die Lebenserwartung von armen und reichen Menschen zunehmend auseinanderdriftet. Dies war bereits durch vorherige Studien belegt worden.

Die deutschen Wissenschaftler zeigen in ihrer Untersuchung jedoch den Einfluss von Arbeitsbedingungen auf die Lebenserwartung. Prof. Dr. Martin Brussig und Susanne schlussfolgern darin, dass Personen mit höherer Bildung oft in höheren Einkommenspositionen anzutreffen sind und vermutlich auch verträglichere Arbeitsbedingungen haben.

(gmv)

 

 

 

Datum: 10.07.2019
Rubrik: Service & Wissen
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