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Verstanden

Neue Studie: Neue Wälder können Klima retten

Deutschlands Politiker wollen Millionen Bäume pflanzen

Unsere Erde könnte ein Drittel mehr Wälder vertragen, ohne Städte oder Agrarflächen zu beeinträchtigen. Das schreiben zumindest Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich im Fachmagazin Science und zeigen auf, wo auf der Welt neue Bäume wachsen könnten und wie viel Kohlenstoff sie speichern würden. Hierfür bietet die Hochschule eine interaktive Karte mit Baumrechner an.

Bäume zu pflanzen habe das Potenzial, zwei Drittel der von Menschen verursachten klimaschädlichen CO2-Emissionen aufzunehmen. Laut Studie bekämpft die Natur mit der Aufforstung von Wäldern den Klimawandel am effektivsten und trägt am meisten zur Klimarettung bei.

Pläne für Klimaschutz

Die Erde ist nach Angaben der Wissenschaftler derzeit von 5,5 Milliarden Hektar Wald bedeckt. Sie halten es für möglich, eine Fläche von zusätzlich etwa 1,8 Milliarden Hektar aufzuforsten. Laut Weltklimarat (IPCC) müssen bis zum Jahr 2050 rund eine Milliarde Hektar Land aufgeforstet werden.

„Das ist zweifellos erreichbar“, heißt es in der Untersuchung. Zusätzlich müssen jedoch für eine Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad auch die klimaschädlichen Treibhausgas-Emissionen reduziert werden, etwa im Energie- und im Transportsektor wie die Kohle- und Ölnutzung. Diese bleibe weiterhin wichtiger Bausteine im Kampf gegen den Klimawandel, so die Forscher.

Dem deutschen Klima helfen

Nach Veröffentlichung der Studie und Ankündigungen Klöckners will nun auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in den kommenden Jahren zusätzlich mehrere Millionen Bäume pflanzen lassen und damit für Bayern besonderen Klimaschutz leisten. Vier bis fünf Millionen Bäume sind es bisher jährlich. Eine Million sollen dazukommen. Das wären allein in Bayern in nur fünf Jahren bis zu 30 Millionen neue Bäume.

Der Wald, insbesondere der Staatswald, sei ein „großes Erbe“, sagte Söder am Mittwoch der Deutschen Presse Agentur (DPA). Einerseits werde der Wald durch die Klimaveränderungen belastet, andererseits finde im Wald „die beste CO2-Speicherung überhaupt“ statt. Deswegen wolle man den Waldumbau hin zu klimatoleranten Mischwäldern noch stärker vorantreiben.

Dürre, Extremwetter und Schädlinge haben den Wald in Deutschland in der vergangenen Zeit massiv geschwächt. Auch Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) hatt bereits vor einigen Tagen mitgeteilt mit einem Aufforstungsprogramm gegenhalten. Mit einem „Mehrere-Millionen-Bäume-Programm“ will sie die entstandenen Waldverluste in Deutschland von insgesamt 110.000 Hektar ausgleichen und aufforsten und zusätzlich mehrere Millionen Bäume pflanzen lassen.

Richtige Bäume im Klimawandel

Die Gründe für das akute Sterben der deutschen Wälder sind vielfältig: extreme Dürre, Brände, starke Stürme oder Schädlinge wie Borkenkäfer. Was sind die richtigen Bäume in den Wäldern und auch für Aufforstung?

Statt schnellwachsender Fichte sollen künftig im deutschen Wald wieder mehr robuste Klassiker wie Eichen und Buchen gepflanzt werden. Aber auch nicht heimische Sorgen wie Douglasien oder Silberlinden und Rebona-Ulmen sind in der näheren Auswahl, zumal sie die Hitze und Dürre besser vertragen.

Klimarettung, Aufforstung und mehr

Auch wenn Deutschland insgesamt in der Gesamtfläche der Erde eine kleinere Rolle spielen wird, ist eine gewissenhafte Aufforstung in Deutschland für den Klimawandel nicht zu unterschätzen.

Kritiker bezweifeln dies, zumal Deutschland mit seiner Fläche kaum etwas global ausrichten könne, denn im Moment gehe es eher darum, die durch den Klimawandel verursachten Waldschäden auszugleichen, und die Abholzung der Regenwälder zu stoppen.

(gmv)

 

 

Datum: 11.07.2019
Rubrik: Service & Wissen
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