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Verstanden

Neue Langzeitbeobachtungstudie

Hautkrebsriskio senken mit Vitamin A?

Wissenschaftler haben jetzt festgestellt, dass Vitamin A das Hautkrebsrisiko verringern kann. Das Vitamin unterstützt nicht nur die Augen und Sehkraft, sondern ist auch beim Aufbau und der Regeneration unserer Haut beteiligt. US-Wissenschaftler der Brown University in Rhode Island kamen in ihrer Langzeitbeobachtungsstudie zu dem Schluss, dass eine Vitamin A reiche Ernährung durch Obst und Gemüse das Risiko für Hautkrebs sogar um 17 Prozent senken kann und am Plattenepithelkarzinom zu erkranken, der zweithäufigsten Art von Hautkrebs.

Große Langzeitstudie

Dabei haben sich die Wissenschaftler hellhäutige Studien-Teilnehmer genauer angeschaut. Die Forscher warnen jedoch vor einer Überdosierung durch Nahrungsergänzungsmittel. Das Forscher-Team um Eunyoung Cho untersuchten zwei Studien, wovon sie in einer 121.700 Frauen über einen Zeitraum von 28 Jahren beobachteten. Die andere Studie analysierte Daten von 51.529 Männer aus insgesamt 26 Jahren. Mehr als 123.000 Teilnehmer hatten eine helle Hautfarbe und trugen damit ein höheres Risiko für Hautkrebs.

Mehrmals füllten die Teilnehmer Fragebögen zu ihrer Ernährung aus. "Unsere Studie ist ein weiterer Grund, im Rahmen einer gesunden Ernährung viel Obst und Gemüse zu sich zu nehmen", sagte Eunyoung Cho, Professorin für Dermatologie und Epidemiologie. "Hautkrebs, einschließlich Plattenepithelkarzinomen, ist schwer zu verhindern, so Cho weiter.

Beta-Carotin wird zu Vitamin A

Eingeteilt wurden die Probanden von den Forschern in fünf Gruppen, abhängig davon, welche tägliche Menge an Vitamin A aufgenommen wurde. Das Vitamin kommt in tierischen als auch in pflanzlichen Lebensmitteln in verschiedenen Formen vor. In der pflanzlichen Nahrung ist es nicht direkt, sondern in Form des Provitamins Beta-Carotin enthalten. Der Körper bildet daraus selbst das Vitamin A. Um dieselbe A-Vitamin-Menge aufzunehmen wie aus tierischen Lebensmitteln, muss der Mensch aber mehr Beta-Carotin essen, welches die Teilnehmer der Studie überwiegend aus Gemüse und Obst aufnahmen.

Zu pflanzlichen Vitamin-A-Quellen zählen Karotten, Grünkohl, Süßkartoffeln, grünes Blattgemüse, Aprikosen und Cantaloupe-Melonen. Einige Fischarten und Leber sind reich an tierischem Vitamin A, auch Milch enthält geringere Mengen.

Klinische Studien nötig

Insgesamt etwa drei Prozent der untersuchten Personen erkrankten während des Beobachtungszeitraumes an Hautkrebs. Die Gruppe mit der höchsten Vitamin A-Dosis hatte im Vergleich ein etwa 17 Prozent niedrigeres Erkrankungsrisiko.

Die Forscher betonen, dass andere Faktoren, etwa die Verwendung von Sonnenschutzmitteln oder Rauchen auch Einfluss auf das Erkrankungsrisiko gehabt haben könnten. Ob Vitamin A tatsächlich das Hautkrebsrisiko senkt, müssen nun noch klinische Studien bestätigen.

Vorsicht vor Überdosierung

Viel hilft jedoch nicht viel. Vitamin sollte nicht zu viel aufgenommen werden, denn eine Überdosis des Vitamins durch tierische Lebensmittel kann gesundheitsschädlich sein. Auch Cho wies darauf hin, dass zu viel Vitamin A, vor allem das aus Nahrungsergänzungsmitteln und tierischen Quellen zu Übelkeit, Lebertoxizität, erhöhtem Osteoporose- und Hüftfrakturrisiko und sogar zu Geburtsfehlern führen kann. Die Nebenwirkungen eines hohen Gehalts an pflanzlichem Vitamin A seien dagegen minimal. Wird das Vitamin hauptsächlich über Beta-Carotin gebildet, kann der Körper die Menge anpassen und regulieren. Ebenso zeigt eine andere Studie: Vitaminpillen nützen nichts, sondern manche steigern sogar das Schlaganfall-Risiko.

Die richtige Vitamin-A-Menge

Die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt erwachsenen Männern eine tägliche Dosis von 1,0 und Frauen 0,8 Milligramm. Das entspricht einer Beta-Carotin-Menge von etwa zwei Milligramm, also etwa 100 Gramm Karotte oder Süßkartoffel.

Einen besonders hohen Gehalt des Vitamins haben Leber und Leberwurst, da das Vitamin in der Leber gebildet und gespeichert wird. Doch Ernährungswissenschaftler warnen davor, zu viel Leber zu verzehren, da diese auch Giftstoffe wie Schwermetalle enthalten kann. Sie sollte deshalb maximal einmal pro Monat verzerrt werden. Zum Vergleich: Eine Leber vom Kalb enthält 21, 9 pro 100 Milligramm, eine Süßkartoffel 9,2 und eine Möhre 8,5.

(gmv)

 

Datum: 09.08.2019
Rubrik: Service & Wissen
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