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Verstanden

Weltklimarat IPCC und 10 Tipps gegen Essens-Verschwendung

Lebensmittelverschwendung und Übergewicht tragen zur Erderwärmung bei

Die Reste von vorgestern im Kühlschrank vergessen, die Saftflasche nur halb ausgetrunken und das Vollkornbrot ist schon wieder verschimmelt. Erschreckend: Laut Weltklimarat landen bis zu 30 Prozent aller produzierten Lebensmittel jährlich im Müll und nur die Hälfte wird überhaupt gegessen.

Ein globaler Vergleich: Menschen in Europa und Nordamerika verschwenden im Durchschnitt pro Kopf 95 bis 115 Kilogramm Lebensmittel im Jahr. In Staaten der afrikanischen Subsahara oder Teilen Asiens sind es hingegen nur sechs bis elf Kilogramm pro Kopf. Die anderen 50 Prozent gehen irgendwo zischen Acker und Teller kaputt, denn die Produktionsketten werden immer länger.

Hohes Anspruchsdenken und reine Verschwendung

Lebensmittel sollen hübsch bis perfekt aussehen und sofort verfügbar sein. So werden Weintrauben aus Peru und Äpfel aus Neuseeland importiert – für Konzerne, Handel und Verbraucher. All das hat negative Folgen für den Planeten und für die Umwelt, warnen der Weltklimarat IPCC kürzlich und Umweltschützer seit geraumer Zeit.

Der neue IPCC-Sonderbericht zeigt, wie sich die Ernährung einer rapide wachsenden Weltbevölkerung auf das Klima auswirkt und Milliarden Menschen jeden Tag Lebensmittel verschwenden oder wegwerfen, während mehrere hunderte Millionen täglich hungern oder sogar verhungern. 

Verschwendung hat viele Gesichter

In Industrienationen werden Lebensmittel zu 40 Prozent von Einzelhändlern oder Verbrauchern weggeworfen, weil sie zum Beispiel nicht der Norm für Supermärkte entsprechen wie eine zu krumme Gurke. Zumal viele Verbraucher sie nicht gerne kaufen, wird sie kurzerhand entsorgt. In Industriestaaten wird zudem in Supermärkten vieles weggeworfen, etwa weil das Mindesthaltbarkeitsdatum naht oder das Brot vom Vortag als alt gilt.

In Entwicklungsländern landen auch 40 Prozent der Nahrungsmittel direkt im Müll, allerdings direkt nach der Ernte. Nicht selten hängt das von der stärkeren Wärme und schnelleren Verderblichkeit von Lebensmitteln ab, wissen Experten.

Der IPCC-Bericht sieht auch zu viel Konsum als Verschwendung an. Ungefähr zwei Milliarden Menschen weltweit sind übergewichtig oder fettleibig, während anderswo Millionen Menschen verhungern. "Konsum jenseits dessen, was zum Leben nötig ist", heißt es darin und dieser übermäßige Konsum wird auch als Verschwendung angesehen, denn diese Form der Verschwendung habe ein mindestens ebenso großes Ausmaß wie das Wegwerfen von Lebensmitteln.

Tipps gegen Lebensmittel-Verschwendung

Also nicht nur Lebensmittelproduzenten und Handel verschwenden Lebensmittel, sondern auch viele Verbraucher sind gefragt, wie sie nachhaltiger leben können. Häufig wird zu viel gekauft, gekocht oder Lebensmittel werden falsch gelagert. Hier kommen 10 Tipps gegen Lebensmittelverschwendun, die obendrein noch klimafreundlich sind:

  1. Wenger Fleisch! Vor allem die Fleischproduktion belastet Umwelt, Klima und Mensch. Weniger ist mehr wie ein Mal die Woche als Sonntagsbraten.
  2. Alternativen zum Fleisch verwenden: wie Quark oder Joghurt, Käse oder Tofu.
  3. Pflanzliches hat Vorfahrt, z.B. Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse und Getreideprodukte, vorzugsweise aus Vollkorn.
  4. Saisonales Gemüse ist ebenso klimafreundlicher, am besten lokal aus der Region beziehen.
  5. Auch beim Kochen gilt: Besser pflanzliche Fette verwenden als tierische Fette.
  6. Bio-Lebensmittel aus kontrolliert-ökologischem Anbau sind freundlicher zum Tier und Umwelt und weniger schadstoff- und medikamentenbelastet.
  7. Leitungswasser oder Mineralwässer aus der Region sowie Fruchtsäfte von heimischen Streuobst-Wiesen enthalten ebenso eine bessere Klimabilanz.
  8. Lebensmittel richtig lagern. Was gehört in den Kühlschrank und was dunkel gelagert? Zur längeren Haltbarkeit von Lebensmitteln gibt es zahlreiche Tipps im Netz.
  9. Das Planen von Mahlzeiten hilft dabei, weniger wegzuschmeißen. Auch das Einplanen eines regelmäßigen Vor- oder Restekochens spart Geld, Zeit und Energie und schont das Klima.
  10. Bewusster einkaufen und Essmengen möglicherweise reduzieren. Auch Spontankäufe meiden. Tipp für Reisende: Abwechslungsreiche vollwertige Lunchpakete packen - sie verhindern Heißhungerattacken.

(gmv)

         

 

 

Datum: 14.08.2019
Rubrik: Service & Wissen
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