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Verstanden

Neuer Testbericht

Backformen aus Silikon - sind sie schädlich?

Silikonbackformen sind im Trend und beliebt: Sie zerbrechen nicht und sind leicht zu verstauen. Doch wie gesundheitsschädlich ist das darin enthaltene Silikon? Laut Öko-Test sind die meisten Formen unbedenklich und frei von problematischen Inhaltstoffen. Trotzdem ergab der Test: Bei drei Formen wanderten Bestandteile in den Teig.

Auch das Schweizer Verbrauchermagazin K-Tipp stellte im aktuellen Test fest, dass Silikonformen beim Backen Kunststoffpartikel an den Teig abgeben können. Sie gaben zwölf Backformen ins Labor und prüften neben Anwendung auch, ob flüchtige Stoffe ausgasen oder Silikon im Kuchenteig landen.

Testergebnisse: Dr. Oetker und Ikea

Das Ergebnis: Alle Backformen gaben Kunststoff-Teilchen in die Backmasse ab. Weit unterhalb des erlaubten Grenzwerts lagen diese im ersten Backvorgang nur der Flexxibel Gugelhupf von Dr. Oetker (12 Euro).

Beim Sockerkaka-Herz (9,99 Euro), einer Sililkonbackform von Ikea, lag der Gehalt jedoch erst nach dem dritten Backen unterhalb des erlaubten Grenzwertes.

Vorsicht mit gesund und ungesund

Schadstoffe entweichen beim Erhitzen. Zwar waren die Messwerte gering und es besteht keine akute Gesundheitsgefahr, trotzdem ist bei manchen Produkten und Billigware Vorsicht geboten. Es kann passieren, dass sich in den Verbindungen giftige Stoffe befinden.

Experten raten Menschen, die häufig Getränke und Lebensmittel aus Plastik- und Silikonformen essen und trinken, sollten auf ihre Gesamtmenge achten und diese bei erhöhtem Verzehr reduzieren, zumal derzeit noch zu wenig über die tatsächlichen Gesundheitsgefahren bekannt ist.

Giftstoffe entweichen bei ersten Backvorgängen

Im Normalfall sollten richtige Herstellungsverfahren dafür sorgen, dass Silikonbackformen bei der Nutzung keine schädlichen Stoffe mehr abgeben. Dafür ist bei Silikon jedoch ein Vorgang ganz besonders wichtig, denn sich manche Hersteller sparen. Silikon-Backformen müssen getempert werden. Das bedeutet, sie werden vier Stunden bei 200 Grad gebacken. Dadurch erst können die flüchtigen schädlichen Bestandteile aus den Formen entweichen.

Einige Hersteller sparen sich diesen letzten Schritt oder führen das Verfahren zu kurz aus. So entweichen nicht alle Stoffe aus den Formen in der Herstellung, sondern einige erst bei den ersten Backeinsätzen. Insofern lohnt sich es sich Backformen vor dem Kauf genauer zu checken.

Richtig tempern und weniger Giftstoffe

Wer auf Nummer Sicher vor Giftstoffen gehen will, sollte bei geöffnetem Fenster die leere Backform für mindestens vier Stunden in den beheizten Ofen bei 200 Grad stellen. Grundsätzlich sollten jedoch alle Backformen vor dem ersten Backen erhitzt werden.

Gefahrlos können dabei alle Verbindungen ausgasen und die Formen verlieren außerdem ihren anfangs unangenehmen Geruch. Dann gründlich reinigen und leicht einfetten. Heißer als 200 Grad sollten Silikonformen generell nicht erhitzt werden.

Danach sollte die Ofentür eine Weile geöffnet bleiben und der Raum gut durchgelüftet und die Form noch einmal gründlich gespült werden. Nicht vergessen: Gebackenes immer erst auskühlen lassen und dann erst aus der Backform herauslösen.

(gmv)

Datum: 20.08.2019
Rubrik: Service & Wissen
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