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Verstanden

Aktuelle Ergebnisse zur Antibabypille

Die richtige Verhütung: Aus für die Pille?

Damals galt sie als das Symbol der Emanzipation: 1960 kam die Antibabypille in den USA auf den Markt und ab 1961 war sie in Deutschland erhältlich. Sie avancierte in Industrienationen in den 1970er Jahren zum beliebtesten Verhütungsmittel. Doch heutzutage lehnen immer mehr Frauen hormonelle Verhütungsmittel ab.

Wie die Statista-Grafik auf Basis von Daten der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt, wird die Pille immer weniger jungen Frauen verschrieben. Jedenfalls gilt das für TK-Versicherte. Zuletzt geriet die Pille aufgrund gesundheitlicher Risiken verstärkt in die Kritik. Dies hat möglicherweise dazu beigetragen, dass die Verordnungen auch bei der TK rückläufig sind.

Die TK-Befragung ergibt: Mehr und mehr Frauen verzichten auf hormonelle Verhütungsmethoden. 2013/14 lag der Verordnungsanteil bei Frauen im Alter zwischen 16 und 19 Jahren noch bei 60 Prozent. Zuletzt ist er mit 48 Prozent auf unter die Hälfte gefallen.

Ungeeignetes Pillenpräparat und Nebenwirkungen

Die Antibabypille wird trotzdem noch häufig verwendet und das, obwohl immer mehr Frauen über Nebenwirkungen klagen. Erst vor kurzem veröffentlichte die Online-Arztpraxis Zava eine bundesweite Studie. Die kommt zu dem Schluss, dass schätzungsweise rund 1,4 Millionen Frauen in Deutschland sogar ein für sie ungeeignetes Pillenpräparat einnehmen.

In der Studie spricht jede fünfte Frau (22 Prozent), die unter Beschwerden leidet, diese überraschenderweise auch nicht beim Arzt an. Ein Grund: 31 Prozent sehen den Zusammenhang zwischen der Einnahme und den Beschwerden gar nicht. Und 11 Prozent haben das Gefühl, sie könnten die Beschwerden nicht mit ihrem Gynäkologen besprechen.

Das optimale Verhütungsmittel

Seit dem Jahr 2012 ist die Verwendung hormoneller Verhütungsmittel wie Pille und Hormonpflaster von 60 auf 44 Prozent zurückgegangen. Diese Zahlen veröffentlichte der "Gynmed-Report".

Kondome sind inzwischen die beliebteste Verhütungsmethode. Die Verwendung von Pille, Pflaster und Hormonspirale ist nach der Erhebung sogar von 60 auf 44 Prozent zurückgegangen.

Für sechs von zehn Frauen ist die Hormonfreiheit "wichtig bis sehr wichtig". Das zeigte die repräsentative Studie. Gynäkologen wissen, dass viele Frauen verhüten möchten, ohne in die "natürlichen" Abläufe im Körper einzugreifen.

Durchgeführt wurde die Untersuchung vom Meinungsforschungsinstitut Intergral unter 881 Frauen sowie 901 Männern im Alter von 16 bis 49 Jahren. Finanziert und initiiert hat sie das Gynmed Ambulatorium für Schwangerschaftsabbruch und Familienplanung.

Kondome – Verhütungsmittel Nummer 1

Mit 38 Prozent kommt das Kondom am häufigsten zur Verhütung einer Schwangerschaft beim Geschlechtsverkehr zum Einsatz. Mehr als ein Fünftel (22 Prozent) verhütet laut der Befragung gar nicht. Eine Fehleinschätzung unter den Befragten betrifft die Fruchtbarkeit der Frau, denn der Großteil geht davon aus, dass null bis drei (23 Prozent) bzw. höchstens sieben (40 Prozent) Schwangerschaften im Leben möglich seien. Die aktuelle Zahl beläuft sich tatsächlich jedoch auf 15. Diese haben nur 13 Prozent der Befragten richtig genannt.

Keine reine Frauensache

Männer und Frauen, so das Ergebnis, würden darüber hinaus gerne "Verhütungsverantwortung" übernehmen. Zudem gebe es allerdings ein Missverständnis und Kommunikationsbedarf zwischen den Geschlechtern. So gab ein Viertel an, zuständig für die Verhütung wären beide Partner, jedoch übernehmen Frauen, so die Zahlen, die Verantwortung generell fast doppelt so oft (42 Prozent Frauen, nur 23 Prozent Männer).

Mehr als ein Drittel (39 Prozent) der männlichen Befragten würde eine wirksame reversible Methode anwenden, wenn diese vorläge. Die Frauen hingegen waren überzeugt sind, dass die Verhütungsthematik Männern egal sei, und das männliche Geschlecht nicht darüber nachdenke oder Männern der Status quo sogar recht sei. Weitere Informationen unter "Pille für den Mann".

(gmv)

 

 

 

 

Datum: 02.09.2019
Rubrik: Service & Wissen
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