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Verstanden

Neue Studie: Gesund digital arbeiten

Erhöht digitaler Stress das Krankheitsrisiko?

Das Arbeitsleben wird immer digitaler, viele Technologien erleichtern den Alltag und schaffen zum Teil sogar neue Jobs. Digitaler Stress, das heißt aber auch ständige Erreichbarkeit, Angst vor Leistungsüberwachung und eine Beschleunigung der Arbeitstätigkeit. Sie sind wichtige Auslöser für Stress aufgrund neuer Technologien in der Arbeitswelt.

Im Rahmen einer Studie „Gesund digital arbeiten?!“ untersuchten Forscher wie sich das Belastungs- und Beanspruchungsprofil durch den Einsatz von neuen Technologien verändert. Jeder fünfte Arbeitnehmer empfindet danach starken digitalen Stress durch seinen Beruf.

Über 50 Prozent empfinden leichten „digitalen Stress“

Das berichten Wissenschaftler einer aktuellen Studie des Forschungs- und Entwicklungsprojektes „PräDiTec“, an dem das Fraunhofer-Institut, die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und das Betriebswirtschaftliche Forschungszentrum für Fragen der Mittelständischen Wirtschaft beteiligt sind. Mehr als 5.000 Arbeitnehmer wurden dafür zu dem Level an digitalem Stress in ihrem Berufsleben befragt.

Wie die Grafik von Statista zeigt, haben 53 Prozent zumindest geringen digitalen Stress. Acht Prozent davon leiden sogar unter (sehr) starkem Stress, wodurch das Krankheitsrisiko deutlich erhöht ist: Von psychischen Beeinträchtigungen sind unter den Beschäftigten mit geringem digitalen Stress 14 Prozent betroffen. Bei denen mit Stress sind es dagegen 39 Prozent. Dieser Trend setzt sich über alle abgefragten Krankheitsbilder fort.

Was heißt das genau für mögliche Folgen? Digital gestresste Menschen denken häufiger daran, die Arbeitsstelle oder den Beruf zu wechseln. Oft zeigen sie auch eine schlechtere Leistung und sind unzufriedener mit ihrer Arbeitsstelle.

Verschiedene Belastungsfaktoren der digitalen Welt

Die Forscher konnten zusätzlich verschiedene Belastungsfaktoren bei der Arbeit mit digitalen Technologien und Medien identifizieren:

  • Das Gefühl der ständigen Erreichbarkeit ist sehr ausgeprägt.
  • Eine kürzere Reaktionszeit durch das Auflösen der Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben.
  • Die Überflutung, beschreibt das Gefühl, aufgrund der höheren Menge an bereitgestellten Informationen mehr und schneller arbeiten zu müssen.

Von den Befragten werden am häufigsten Leistungsüberwachung sowie die Verletzung der Privatsphäre als Belastungsfaktor genannt. Jeder dritte Befragte ist laut der Studie mindestens einem der Belastungsfaktoren sehr stark ausgesetzt.

Folgen für die digitale Arbeitswelt

„Das bleibt nicht ohne Folgen auch für den Arbeitgeber“, warnt Unternehmensberater und Business Coach Fabian Esser, denn Arbeitsausfälle durch Krankheit nehmen zu, vor allem in Arbeitswelten mit digitalen Technologien und Medien, die eben Chance und Risiko zugleich bedeuten.

Umso wichtiger ist es, so Esser, „digitalem Stress am Arbeitsplatz mit strukturellen und sozialen Faktoren wie einem ausgeprägtem Gesundheitsmanagement entgegenzuwirken“. Ebenso positiv seien gute Beziehungen im Team und zu Vorgesetzen sowie erweiterte Handlungsspielräume hinsichtlich arbeitsrelevanter Entscheidungen.

(gmv)

 

Datum: 06.09.2019
Rubrik: Service & Wissen
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