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Verstanden

Neue Erkenntnisse zum Nachtmodus und Bildschirmarbeit - die besten Tipps

Brennende Augen und Schlafprobleme durch blaues LED-Licht

Checken Sie vor dem Zubettgehen Emails? Fühlen sie sich morgens müde, unkonzentriert und leiden regelmäßig unter Schlafproblemen und Augenschmerzen? Dafür könnte es einen klaren Übeltäter geben: LED-Licht.

Das belastet nicht nur die Augen, treibt den Adrenalinspiegel hoch, sondern senkt auch die Melatonin-Werte. Das Einschlafen wird massiv behindert, da der Schlaf-Wach-Rhythmus gestört wird. Dieser wird durch den Hell-Dunkel-Wechsel beeinflusst.  

Das bläuliche Licht von Bildschirmen und Smartphone-Displays stellt nach aktuellen Untersuchungen und Ansicht von Forschern nicht nur eine Gefahr für den Schlaf da, sondern auch für die Augen. Blaufilter hingegen sollen ihrer Meinung nach, die Augen schonen.

Warum Melatonin so wichtig ist

Doch zunächst zum Melatonin. Eigentlich sorgt die innere Uhr bei Dunkelheit dafür, dass der Körper nachts Melatonin freisetzt: Dieses natürliche Hormon macht uns schläfrig und müde. Melatonin (ATC N05CH01) hat zudem stark antioxidative Eigenschaften und reduziert die Körpertemperatur. Es wird von der Epiphyse (Zirbeldrüse) im Gehirn gebildet. In der Schlafmitte ist die ausgeschüttete Menge Melatonin am größten. Jede Form von Licht unterdrückt die Ausschüttung von Melatonin.

Einst war das Sonnenlicht die einzige Lichtquelle. Die Menschen erbrachten ihre Abende damals zumeist in Dunkelheit. Heute erleuchten viele Menschen ihre Umgebung auch abends und nachts mit Kunstlicht, wodurch die innere Uhr des Körpers schnell aus dem Gleichgewicht gerät, da die Freisetzung von Melatonin blockiert wird. Am nächsten Morgen vermeldet der Körper Müdigkeit, denn die innere Uhr tickt normal weiter.

Blauanteile des Lichts kompensieren

Die innere Uhr und wie sie arbeitet, richtet sich nach dem Blauanteil im Licht. Blaues Licht ist die wichtigste Wellenlänge für Schlaf und Stimmung und macht den Organismus wach. Der Blaulicht-Anteil in LED-Displays ist meistens sogar höher als das Licht am Tag.

Natürliches Tageslicht hat einen hohen Blau-Anteil und diese blaue Wellenlängen wirken sich positiv aus, weil sie die Stimmung, Konzentrationsfähigkeit und Reaktionszeiten verbessern. Nicht nur nachts, sondern rund um die Uhr sondern heutzutage moderne Beleuchtungsmittel und Bildschirme blaues Licht ab. Das ist ungesund für den Schlaf, denn es aktiviert das Gehirn und verzögert so den Einschlafprozess .

Besser schlafen

Dabei muss das LED-Licht nicht besonders hell sein. Auch schwaches Blaulicht kann die Ausschüttung von Melatonin unterdrücken und den Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflussen. Hier gibt es praktische Tipps für besseren Schlaf:

  • Zur richtigen Zeit optimiert blaues Licht den Schlaf-Wach-Rhythmus. Rotes Licht hat den geringsten Einfluss auf den Schlaf-Wach-Rhythmus. Am besten zwei Stunden vor dem Schlafen gehen nicht mehr auf Bildschirme schauen.
  • Abends nicht auf dem E-Book lesen oder auf helle Bildschirme starren. Bücher sind eine bessere Alternative oder E-Book-Reader mit weniger Blaulichtanteil verwenden.
  • Verwenden Sie eine Brille mit Gelbfilter, die filtert das Blaulicht, stellen Sie das Gerät auf Nachtmodus. Neueste Studien empfehlen diesen auch tagsüber. Das entlastet auch die Augen.
  • Schlaf wird zudem verbessert durch viel Tageslicht, zum Beispiel tagsüber durch Spaziergänge oder eine Mittagspause auf der Parkbank.

LED - schädlich für die Augen

Erste-Hilfe für die Augen sollte inzwischen jeder kennen, der viel mit LED-Licht arbeitet. Hier gibt es Tipps für stark bildschirmbeanspruchte Augen:

  • Nach den neuesten Erkenntnissen ist die Aktivierung dieses Blaufilters auch tagsüber sinnvoll, man muss sich dann allerdings mit einer leicht gelblichen Einfärbung des Displays oder Monitors abfinden.
  • Auch kann der Blaufilter inzwischen bei allen Geräten den eigenen Bedürfnissen angepasst werden. Dazu sind je nach Betriebssystem und Gerät unterschiedliche Maßnahmen nötig. Wichtig ist dabei, dass das Spektrum des Lichts in rötliche Farben angepasst wird.
  • Auch gibt es sogenannte Apps mit "Blaulichtfilter" im Google Play Store. Diese bietet neben gut gemachten Hintergrundinformationen die Möglichkeit, die Intensität der Farbtemperatur exakter einzustellen.
  • Weitere Einstellmöglichkeiten wie ein Dimmen der Display-Helligkeit, Autotimer können genutzt werden. Die Systemvoraussetzungen schwanken hier je nach Gerät.
  • Wer sich bei der kostenlose Blaulichtfilter-Variante durch die Werbung gestört fühlt, zahlt für werbefreie Apps etwas über drei Euro. Doch bevor gekauft wird, lohnt sich der geschärfte Blick auf das eigene Gerät. Bei neuen Geräten ist ein Nachmodus ganz bestimmt vorhanden und damit guter Sehkomfort gesichert. Experten empfehlen nach neuesten Studien, den Nachtmodus auch tagsüber einzusetzen, weshalb es Sinn macht, alle genutzten Geräte auf Nachtmodus einzustellen.
  • Wer viel am Rechner arbeitet, sollte zudem seine Augen mehrfach täglich pflegen und regelmäßig „künstliche“ Augentropfen verwenden, damit das Auge befeuchtet wird und nicht unnötig austrocknet. Experten wissen, durch das Starren auf den Bildschirm zwinkert das Auge weniger, wodurch sich die eigene Tränenflüssigkeit als natürliches Pflegemittel reduziert. Insofern freuen sich die Augen über zugeführte Feuchtigkeit, insbesondere im Winter bei trockener Heizungsluft.

Lesen Sie auch: "Wie gefährlich sind Handystrahlung und 5G" und "Smartphone aus, Schlaf ein"

Autorin: Gertrud Maria Vaske

Datum: 13.11.2019
Rubrik: Service & Wissen
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