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Verstanden

Die besten Tipps für eine gesunde Leber

Leben mit kranker Leber? Warum sich Leberpflege lohnt

Am 20.11.19 ist bundesweit der "Deutsche Lebertag". Die Lebergesundheit entscheidet mit über die eigene Lebensqualität. Doch leider ist die Fettleber (Steatosis hepatis) inzwischen die häufigste chronische Lebererkrankung in Deutschland. Die Leber als körpereigene Entgiftungsfabrik läuft täglich auf Hochtouren. Nur irgendwann kränkelt das beste Organ, wenn es rund um die Uhr vergiftet wird mit Alkohol, Nikotin, künstlichem Fruchtzucker oder Medikamenten und Umweltgiften.

Als Entgiftungsorgan arbeitet die Leber im Körper an weiteren Stoffwechselfunktionen fleißig mit, produziert Gallenflüssigkeit, die zum Abbau von Fett und Eiweiß gebraucht wird und für die Nährstoffaufnahme mitzuständig ist. Damit die Leber nicht erkrankt, braucht auch sie Pflege, eine gute Ernährung und regelmäßig Bewegung.

Ernährungstipps für eine gesunde Leber:

  • Reduzieren Sie Ihren Fleischkonsum, vor allem von zu viel rotem Fleisch. Alternativen sind Fisch und mehr Gemüse.
  • Vermeiden Sie Transfette oder trierische Fette: Gesunde Öle aus Oliven, Nüsse und Samen schützen Ihre Gefäße und damit auch Ihre Leber.
  • Setzen Sie auf eine kohlenhydratarme Ernährung mit frischen, natürlichen und überwiegend pflanzlichen Lebensmitteln – geeignet ist beispielsweise die Mittelmeer-Diät
  • Trinken Sie nicht regelmäßig Alkohol, gönnen Sie Ihrer Leber eine Verschnaufpause und meiden sie auch abends ein kleines Gläschen Bier oder Wein.
  • Vorsicht mit Fruchtzucker: Übermäßiger Glucose-Fructose-Konsum schadet der Leber, vor allem künstlich hergestellte Fructose und trägt zur Leber-Verfettung bei. Gemäßigter Obstkonsum wie täglich ein Apfel ist nicht das Problem, sondern konzentrierte Fruchtsäfte, die die tägliche Trinkmenge von 0,1 Liter übersteigen oder auch Softdrinks und auch Fertignahrungsmittel, die mit Fructose heute überwiegend gesüßt werden. Streichen Sie ebenso fructosehaltige Marmeladen oder Soßen.
  • Streichen Sie Fertigprodukte von Ihrem Speiseplan, sie enthalten Fruchtzucker und umstrittene Zusatzstoffe.
  • Besonders schützend oder vorbeugend für die Leber haben sich erwiesen: Kaffee (maximal 0,6 Liter täglich).
  • Essen Sie Kohl: Der ist gesund, vor allem für die Leber. Brokkoli, Rosenkohl, Rotkohl und alle weiteren Angehörigen der Kreuzblütler-Familie wirken reinigend und können Giftstoffe neutralisieren.
  • Mit Linsen gegen Ammoniak: Sie verbessern die Lebergesundheit durch ihren Wirkstoff Arginin, der insbesondere die Ausscheidung des Giftstoffes Ammoniak fördert und dadurch Hirnfunktion und Fitness schützt.
  • Knoblauch entgiftet, Allicin, Selen und Schwefelverbindungen gehören zu den Wirkstoffen, die Knoblauch zu einem Freund der Leber machen. Knoblauch aktiviert Leberenzyme und fördert so den Entgiftungsvorgang.
  • Grüner Tee beseitigt Fett in der Leber. Bei einer Fettleber baut Grüner Tee mit seinen Antioxidantien dabei, Fettansammlungen ab und fördert die Lebergesundheit.
  • Limettensaft am Morgen für die Lebergesundheit. Sie enthalten viel Vitamin C und und kurbeln Gallenfunktion und Darmaktivität an. Zudem ist Limette für viele besser magenverträglicher als Zitrone.
  • Auch der Avocado werden leberschützende Funktionen vor Giftstoffen nachgesagt. Außerdem soll sie einer kranken Leber helfen, sich besser zu regenerieren.
  • Blattgemüse neutralisieren Schwermetalle: Grünes Blattgemüse wie Spinat und Rucola
  • Auch Löwenzahn- und Brennessel-Tee fördern die Lebergesundheit. Sie regen wie Blattgemüse die Produktion von Gallenflüssigkeit an und sollen helfen, Schwermetalle zu neutralisieren und Spuren von Herbiziden und Pestiziden auszufiltern.
  • Entgiften mit Kurkuma: Das gelbe Gewürz  wirkt unterstützend beim Entgiftungsprozess und soll auch vor vielen Krebsarten schützen.
  • Rote Bete soll Schwermetalle aus dem Blut filtern können und so dem Körper bei der Entgiftung helfen. 

Kranke Fettleber – oft spät erkannt

An dem bundesweiten Aktionstag, der von der Deutschen Leberstiftung, der Deutschen Leberhilfe und der Gastro-Liga organisiert wird, finden in dieser Woche bundesweit an verschiedenen Orten lokale Veranstaltungen statt. Bei Arzt-Patienten-Seminare, Experten-Sprechstunden oder Lebertest-Aktionen können Interessierte sich informieren.

Gemeinsam wollen sie dafür sensibilisieren, dass Erkrankungen der Leber häufig erst spät erkannt werden, da zunächst keine Beschwerden bemerkt werden. Bei ersten Anzeichen wie beispielsweise erhöhten Leberwerten, sollte man jedoch aufmerksam werden. Viele Lebererkrankungen können gut behandelt werden, wenn sie früh genug erkannt werden.

Fettleber - die häufigste Lebererkrankung

Oft wurde eine Fettleber mit einem übermäßigen Alkoholkonsum in Verbindung gebracht. Heute wissen Experten, dass neben mangelnder Bewegung meist Übergewicht der Grund für die Verfettung des Organs ist. Leider sind Übergewicht und Adipositas in der westlichen Welt weiter rasant auf dem Vormarsch. Dies betrifft auch die daraus entstehenden Folgeerkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2. Zu den eher wenig beachteten Folgeerkrankungen von Übergewicht zählt die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD). Doch sie ist mittlerweile die häufigste Lebererkrankung in den westlichen Ländern.

Unbehandelt kann sie zur Leberfibrose fortschreiten und das Risiko für Leberkrebs deutlich erhöhen. Deshalb: „Jeder Tag ist Lebertag“ – unter diesem Motto findet am 20. November der Deutsche Lebertag statt und zeigt damit, dass wir jeden Tag an die Gesundheit unserer Leber denken sollten. Denn sie erfüllt als zentrales Stoffwechselorgan zahlreiche lebensnotwendige Aufgaben.

Ursachen bei NAFLD (nicht-alkoholische Lebererkrankung)

Kranke Leber: Die Ursache für die Zunahme der NAFLD ist ebenso der westliche Lebensstil mit stark kalorienhaltiger Ernährung und geringer körperlicher Aktivität. Um die Leber zu entlasten, gelten daher die gleichen Empfehlungen wie bei anderen Wohlstandskrankheiten: sich mehr bewegen und weniger und gesünder essen.

Um sich langfristig motivieren zu können, sollten die Vorsätze nicht zu ambitioniert, sondern vor allem im Alltag umsetzbar und nachhaltig sein. „Eine moderate, aber regelmäßige körperliche Betätigung reicht bereits aus, um messbare Stoffwechseleffekte zu erzielen“, sagt Professor Dr. Christian Trautwein, Direktor der Medizinischen Klinik Aachen und Mediensprecher der DGVS. Auch könne man trotz der Umstellung noch genussvoll essen.

Therapien bei NAFLD - Hepatitis

Die gute Nachricht: Die Leber hat große Regenationsfähigkeiten. Wer es schafft, seine Essensgewohnheiten umzustellen und sich täglich mehr zu bewegen, kann eine nicht-alkoholische Fettlebererkrankungen sogar vollständig umkehren. Anlässlich des Deutschen Lebertags weist auch die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) auf die Chancen einer Lebensstiländerung für mehr Lebergesundheit hin.

Die NAFLD ist mittlerweile die häufigste Lebererkrankung in den westlichen Ländern. In der 70-Plus-Altersgruppe erkranken inzwischen etwa 30 Prozent an NAFLD. Oft wissen Betroffene nichts von ihrem leisen Leiden. „Das effektivste Mittel, um das Voranschreiten der NAFLD aufzuhalten oder gar umzukehren, ist eine Gewichtsreduktion“, sagt Trauntwein.

Wunder Leber und Regeneration

Schon bei einem Gewichtsverlust von fünf Prozent verbesserten sich die Laborwerte und der Gewebebefund. Bei 10 Prozent Gewichtsverlust könne sich eine Fettleber binnen eines Jahres fast vollständig erholen. Selbst fibrotische Veränderungen könnten sich dann teilweise zurückbilden. Voraussetzung hierfür sei allerdings, dass eine NAFLD frühzeitig erkannt, der Lebensstil konsequent umgestellt und eine dauerhafte Gewichtsreduktion erreicht werde.

Bei rund der Hälfte der NAFLD-Betroffenen ist bereits die Krankheit so weit fortgeschritten, dass das Lebergewebe sich narbig verändert hat und Anzeichen einer Leberfibrose sind. Im weiteren Verlauf kann sich daraus eine Zirrhose mit fortschreitendem Funktionsverlust und letztlich ein Leberzellkrebs entwickeln. In diesen späten Krankheitsstadien ist die Lebertransplantation die einzige Überlebenschance.

Gertrud Maria Vaske

 

 

 

 

 

 

Datum: 20.11.2019
Rubrik: Service & Wissen
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