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Verstanden

Genau vergleichen und Geld sparen

Viele Krankenkassen werden teurer – wann sich ein Wechsel lohnt

18 Krankenkassen haben ihren Beitrags­satz zum Jahres­wechsel erhöht, meist sind es Betriebskassen. Nur zwei Krankenkassen reduzierten die Beiträge. Das teilte die Stiftung Warentest mit. Viele Krankenkassen lassen den Beitrags­satz für 2020 noch unver­ändert. Die AOK Sachsen-Anhalt verzichtet 2020 hingegen komplett auf einen Zusatz­beitrag mit insgesamt 14,6 Prozent. Die BKK Euregio mit 14,95 Prozent hebt den Zusatzbeitrag nur um 0,35 an und liegt damit derzeit auf Platz 2. Nicht regional eingeschränkt ist die bundesweite Kasse hkk mit 14,99 Beitrag und 0,39 Prozent im Zusatzbeitrag.

Das ist der Teil des gesamten Beitrags­satzes, den jede Kasse individuell fest­legen kann. Auf den allgemeinen Beitrags­satz von 14,6 Prozent, der für alle Kassen gilt, kommt der Zusatzbeitrag dazu. Dieser ist bei teuren Krankenkassen demzufolge höher als bei güns­tigen. Hundert­tausende Versicherte sind von diesen Änderungen betroffen, umso mehr lohnt sich ein Vergleich. Bundesweit sind derzeit 78 Kassen geöffnet.

Wann sich der Krankenkassen-Wechsel lohnt

Es kann sich also rentieren über einen Wechsel der Krankenkasse nachzudenken. Wieviel sich konkret einsparen lässt, ist abhängig vom Einkommen. Wer monatlich 3000 Euro brutto verdient und von einer teuren in die günstigste Kasse wechselt, spart jährlich knapp 200 Euro, Gutverdiener sogar bis zu 300 Euro.

Jedoch sollte ein Wechsel gut überlegt sein. Wer mit seiner Kasse zufrieden ist, sollte nicht nur auf den Beitrag schielen. Oft lässt sich auch sparen, wenn die Kasse gewünschte Extraleistungen über­nimmt – etwa Zuschüsse für eine ärztlich verordnete Osteo­pathie oder die professionelle Zahn­reinigung. Die Kosten hierfür liegen zwischen 60 und 150 Euro, die Kassen geben Zuschüsse von 35 bis 60 Euro im Jahr. 

Sinnvolle Zusatzleistungen der Krankenkassen

Versicherte sollten überlegen auf welche Zusatzleistungen sie ungern verzichten. Zusatzangebote sind schnell auf den Datenbanken der Krankenkassen recherchiert. Hintergrund: Krankenkassen können nur in bestimmten Bereichen Zusatz­leistungen anbieten, die über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus­gehen. Diese medizi­nische „Grundversorgung“ ist bei allen Kassen gleich.

Gerade Zusatzleistungen können interessant sein wie: eine Haushaltshilfe oder eine medizinische 24-Stunden-Hotline, die Vermittlung von Facharztterminen, eine ärztliche Zweitmeinung oder Übernahme der Kosten für die Kindervorsorgeuntersuchungen U10 und U11, bei denen Kinder auf geistige und motorische Verhaltens- und Entwicklungsstörungen untersucht werden.

Spezielle Angebote für Senioren und junge Menschen

Aber auch Vorsorgeuntersuchungen spielen ab einem gewissen Alter eine wichtige Rolle wie etwa die Darmkrebsvorsorge. Für chronisch kranke Menschen und Senioren ist es zudem wichtig, dass sie von gesonderten Leistungen profitieren können wie: Geschäftsstellen vor Ort oder Beratung zu Hause, Häusliche Krankenpflege, Haushaltshilfe bei schwerer Erkrankung, Unterstützung bei der Wahl des Krankenhauses.

Junge Menschen bevorzugen hingegen eher Leistungen wie: niedriger Beitragssatz, Reiseimpfungen, Hautkrebsscreening auch schon für unter 35-Jährige, Zuschuss zur Zahnreinigung, Geldbonus für gesundheitsbewusstes Verhalten, Zuschuss zu Gesundheitskursen wie Yoga, Stressbewältigung oder Rauchentwöhnung.

Reibungsloser Krankenkassen-Wechsel 

Grundsätzlich gilt: Wer wechseln will, muss mindestens 18 Monate Mitglied in seiner Kasse sein. Bei der Erhöhung des Zusatzbeitrages zählt jedoch ein Sonderkündigungsrecht: Dann ist die Kündigung bis zum Ende des Monats möglich, in dem die Kasse erstmals den höheren Beitrag verlangt. 

Wichtig ist, dass die Kündigung schriftlich erfolgt, am besten per Einschreiben mit Versichertennummer und Kündigungstermin. Ansonsten ist es sinnvoll, eine schriftliche Kündigungsbestätigung anzufordern, damit der Kassenwechsel auch reibungslos klappen kann.

Mehr Infos finden Sie im großen Krankenkassenvergleich der Stiftung Warentest unter: www.test.de. Darunter finden sich aktuelle Beitragssätze von 73 ermittelten Krankenkassen sowie ein Beitragsrechner und sämtliche Zusatzleistungen der einzelnen verzeichneten Anbieter.

Autorin: Gertrud Maria Vaske

 

 

Datum: 06.01.2020
Rubrik: Service & Wissen
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