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Verstanden

Fälle von Covid-19 nehmen zu, in Deutschland ist Risiko weiter gering

Coronavirus Sars-CoV-2: Basishygiene reicht aus

Die Zahl der Infizierten ist in Deutschland mit 16 Menschen noch vergleichsweise gering, aber das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 ist trotzdem in aller Munde und weitet sich weltweit aus. Vor allem in China ist die Entwicklung besorgniserregend. So stieg dort die Summe der Infizierten auf inzwischen über 47.000 am Freitag. Das Robert-Koch-Institut (RKI) nimmt die Entwcklung sehr ernst: "Die globale Entwicklung legt nahe, dass es zu einer weltweiten Ausbreitung des Virus im Sinne einer Pandemie kommen kann."
Wie soll man sich vor dem Virus schützen, wie groß ist die Gefahr, die von der Lungenerkrankung Covid-19 ausgeht und wie effektiv ist ein Mundschutz? Diese und andere Fragen beantwortet Frau Dr. med. Susanne Hugget, Ärztliche Leiterin MEDILYS und Leitende Ärztin Hygiene Hygiene und Infektionsprävention der Asklepios Kliniken, in unserem Videointerview.

Mundschutz ist für Kranke

Viele Menschen wollen sich schützen und denken über den Kauf von Schutzmasken für Nase und Mund nach. In etlichen Apotheken sind die Produkte bereits vergriffen, der Nachschub verläuft stockend. Dabei reichen Basishygienemaßnahmen des täglichen Lebens wie regelmäßiges Händewaschen oder die Nies- und Hustenetikette als Vorsichtsmaßnahme vorerst aus. „Ein Mund-/Nasenschutz ist was für Kranke, aber im alltäglichen Leben in unserer Region nicht für Gesunde sinnvoll“, betont Dr. Hugget. Nötig sei eine Schutzmaske beispielsweise in der Klink, wenn jemand Patienten mit einer Infektionskrankheit behandelt.
 Die Symptome der Krankheit ähnelten stark der einer Grippeinfektion, aber im Gegensatz zur Grippe existiere für das neue Virus noch keinen Impfstoff. Zusätzlich bestünde die Gefahr einer Mutation, also Veränderung. Dann könne das Virus aggressiver werden. Noch sei die Gefahr einer Ausbreitung in Deutschland vergleichsweise gering, sagt Dr. Hugget. „Das Risiko ist nicht groß.“ Man müsse aber alles dafür tun, die Ausbreitung zu verhindern. Vor allem in Ländern mit einer schlechteren medizinischen Versorgung bestünde ein größeres Risiko.

Robert-Koch-Institut: weltweite Ausbreitung des Virus im Sinne einer Pandemie möglich

Nach der jüngsten Entwicklung und Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) könnte das Virus in größerem Ausmaß international um sich greifen als bisher vielerorts angenommen. „Die globale Entwicklung legt nahe, dass es zu einer weltweiten Ausbreitung des Virus im Sinne einer Pandemie kommen kann“, gab das Berliner Institut bekannt. Aber auch in Ländern wie Deutschland könnte dies zu einer hohen Belastung der medizinischen Versorgung führen. Dies gelte beispielsweise dann, wenn ein Ausbruch mit der jährlichen Grippewelle zusammentreffen würde.
Ohne Zweifel nicht ausgeschlossen werden könne, dass sich die Zahl der 16 in Deutschland Infizierten noch erhöhe, sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Man sei täglich mit nationalen und internationalen Behörden in Kontakt. „Wir sind schon länger nicht mehr im Normalmodus – schon allein, um wachsam zu sein, um gut vorbereitet zu sein.“
Die Lungenerkrankung durch das neuartige Coronavirus trägt erst seit Dienstag den offiziellen Namen Covid-19. Bislang seien nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) über 48.000 Menschen weltweit infiziert, davon seien allein 99 Prozent der Fälle auf China beschränkt. Dort sind mehr als 1.000 Menschen an der Krankheit gestorben. Insgesamt haben 25 Länder Covid-19-Fälle gemeldet. Die Weltgesundheitsorganisation warnt nun aber vor einem weltweiten Engpass an Schutzkleidung.

 

Datum: 14.02.2020
Rubrik: Service & Wissen
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