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Baden-Württemberg: "Prioritäten-Gezappel" beim Thema Impfen

Kontroverse Debatte kurz vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg. Ein Streitpunkt ist das Corona-Management der Regierung. Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) verteidigt das Vorgehen bei health tv und warum man nicht auf den „Tübinger Weg“ gesetzt habe. Zwar betont er, dass es in Tübingen „unbestritten ein großes Engagement“ gebe. „Aber unsere Aufgabe war es, für das ganze Land praktikabel eine durchgängige Testkonzeption umzusetzen. Das haben wir gemacht.“ So wie Baden-Württemberg aufgestellt sei, sei man auf dem richtigen Weg. Das sieht Rainer Hinderer, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, anders. Er zeigt sich unzufrieden, wie die Impfpriorisierung seitens der Landesregierung umgesetzt wird. Er spricht von einem „Prioritäten-Gezappel“. Fast jeden Tag seien neue Zielgruppen benannt worden. Was zu Verunsicherung bei der Bevölkerung und Überlastung der Telefon-Hotlines geführt habe. Auch die Landarztquote ist Thema der Sendung. Sie sei ein Baustein, die Arztdichte zu verbessern, findet Sozialminister Manfred Lucha, muss sich dazu aber auch Kritik gefallen lassen. So werde keiner der Studierenden, die jetzt über diese Quote zusätzlich ihr Studium beginnen, in den kommenden zehn Jahren ihren Facharzt haben, betont Rainer Hinderer, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. Diese Ausbildung dauere länger, weswegen es andere Lösungen wie beispielsweise Zuschüsse für bereits fertigausgebildete Ärzte geben müsse, sich auf dem Land niederzulassen. Zusammen mit den weiteren Gästen Professor Dr. Martin Handel (Freie Wähler) und Sahra Mirow (Die Linke) diskutiert Moderatorin Birgit Lechtermann außerdem über Krankenhauswesen, Pflegenotstand und Prävention.

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