Wir wählen Gesundheit

FDP setzt in der Pflege auf einjährige Ausbildung und Robotik

Die FDP möchte die Digitalisierung in der Gesundheitsbranche voranbringen, bestätigt Susanne Schneider, die gesundheitspolitische Sprecherin der Landes-FDP, in der Sendung „Wir wählen Gesundheit." Laut Dr. Frank Renken, Leiter des Gesundheitsamtes Dortmund, ist das in seinem Fachbereich dringend nötig. So sieht Renken in der bundesweit angebotenen Computersoftware für Gesundheitsämter, SORMAS bisher keinen Gewinn: „Hier wird etwas beworben, was nicht funktioniert. Wir sind es den Entwicklern nicht wert, ein Produkt in den Markt zu bringen, das funktioniert."

„SORMAS ist nicht in der Lage, Gesundheitsämter kommunizieren zu lassen, das ist ein Unding" kritisiert Dr. Frank Renken das IT-Managementsystem und erklärt weiter: „Wir müssen auf andere Kanäle zur schnellen Kommunikation ausweichen, immer noch Emails schreiben". Susanne Schneider sagt, dass die bundesweite Einführung des Softwareprogramms für Gesundheitsämter in Zeiten der Pandemie eine Herausforderung war. Sie sieht darin eine Chance zur Digitalisierung und erklärt "wir müssen den Weg weiter gehen und die Vorteile aufzeigen". Eine weitere wichtige Schnittstelle wolle die FDP mit der Umstrukturierung des Landeszentrums für Gesundheit in „das Landesgesundheitsamt mit erweiterten Kompetenzen" schaffen. „Die Pandemie hat uns gezeigt, wo es überall hakt und dass wir eine Stelle brauchen, wo alles vernünftig zusammengeführt wird", so Schneider. Dr. Frank Renken, unterstützt diese Einrichtung nachdrücklich: „Wir warten und fordern seit 15 Jahren ein Gesundheitsamt auf Landesebene und sind glücklich mit jedem noch so kleinen Schritt, der in diese Richtung geht." 

Arbeitsbedingungen für das Personal im Pflegebereich ist ein Ziel der FDP. So sieht Schneider eine Chance in der stärkeren Digitalisierung durch intelligente Krankenhausbetten und Robotik. „Es fehlt an Personal, das ist das wichtigste", erklärt Andreas Hustadt, Vorsitzender des Medizinischen Dienstes Nordrhein, der unter anderem jährliche Qualitätsprüfungen in Pflegeheimen durchführt. „Die Pflegeberufe müssen attraktiver werden und vor allem gut bezahlt werden," so Hustadt. Susanne Schneider sieht in einer verkürzten Ausbildung, eine Chance, dem Engpass zu begegnen. „Wir haben festgestellt, dass man nicht für alle Tätigkeiten die dreijährige Pflegeausbildung benötigt." Eine einjährige Ausbildung würde Menschen den Pflegeberuf ermöglichen, die eine dreijährige "sehr komplexe und hochtechnische" Ausbildung nicht leisten können.

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