Wir wählen Gesundheit

Kritik an CDU-Krankenhausplänen

Die CDU in Nordrhein-Westfalen plant bei Krankenhäusern Veränderungen in den Ballungsräumen, von denen der ländliche Raum profitieren soll: „Es muss nicht jedes Krankenhaus alles machen", sagt Peter Preuß, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Christiane Thiele, Vorsitzende des Landesverbandes Nordrhein vom Berufsverband Kinder- und Jugendärzte, zeigte sich vom CDU-Wahlprogramm enttäuscht: „Wir kommen da nicht vor."

Investitionskostenförderung "dramatisch "erhöht"

Krankenhausexperte Nachtwey sieht den Verteilungsschlüssel in NRW als ein Problem an: „Die Krankenhäuser, die in den 60er Jahren gebaut wurden, bedürfen jetzt umfangreicher Sanierungsmaßnahmen, die man nicht mit Pauschalsummen darstellen kann. Daher braucht es eine klare Investitionskostenfinanzierung für die Krankenhäuser, um ihre Grundsubstanz wiederherzustellen." Preuß betonte dagegen, dass die CDU an ihrem bisherigen Krankenhausplan festhalte. Schwierige Eingriffe erforderten Spezialisierungen, auch wenn damit längere Anfahrtswege für Patienten verbunden seien, sagte Preuß: „Wenn jemand zum Beispiel an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt ist, dann soll er die bestmögliche medizinische Versorgung bekommen, durch ein hochspezialisiertes Krankenhaus. Dafür wollen wir sorgen." Die Investitionskostenförderung sei von CDU und FDP in NRW bereits „dramatisch erhöht", so Preuß, reiche aber noch immer nicht aus.

Neben einer existenzsichernden Investitionskostenförderung der Kliniken sprach sich Preuß auch für die Einrichtung einer Pflegekammer aus. Über die Gründe, warum Pflegekammern in anderen Bundesländern unlängst abgeschafft worden waren, könne man "nur spekulieren. Das sind alles Gründe, die wir hier in Nordrhein-Westfalen vermieden haben." „Ganz sicher ein Erfolgsmodell" sei, so Preuß, die Landarztquote, die von der aktuellen NRW-Landesregierung eingeführt wurde. Sie erleichtert jungen Menschen den Zugang zum Medizinstudium, wenn diese sich darauf festlegen, sich anschließend im ländlichen Raum niederzulassen. Kinderärztin Thiele kritisiert, dass mit der Landarztquote eine Niederlassung als Kinderarzt nur möglich sei, wenn die allgemeinmedizinischen Kassensitze vergeben seien.

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