Pralles Leben mit Gewicht

Schlankheitsmittel auf dem Prüfstand: Wirkungen und Nebenwirkungen von Abnehm-Präparaten

Appetitzügler, Diätpillen, Fatburner und Sättigungskapseln – das Angebot an Mitteln für die schlanke Linie ist groß. Ob Medikamente, Medizinprodukte oder Nahrungsergänzungsmittel – sie alle sollen beim Abnehmen helfen. Wie wirken frei verkäufliche und rezeptpflichtige Produkte? Sind Gewichtsverluste garantiert? Und können Medikamente auch eine Gewichtszunahme verursachen? Birgit von Bentzel und Sylvia Kunert sprechen mit Prof. Dr. med. Dipl.-Biol. Stefan Engeli über Wirkungen und Nebenwirkungen der Präparate. Wenn ihr die Folge als Podcast hören wollt, klickt hier.


Kleines Porträt von Prof. Dr. med. Dipl.-Biol. Stefan Engeli, Institut für Klinische Pharmakologie, Medizinische Hochschule Hannover

Vermutlich jeder Abonnent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung kennt den Fragebogen, den der Schriftsteller Marcel Proust in seinem Leben gleich zweimal ausfüllte. War der Bogen zunächst „Herausforderung an Geist und Witz ein beliebtes Spiel in den Pariser Salons“, öffnete sich über Dekaden hinweg Woche für Woche eine andere Person mit ihren Antworten dem Magazin der Frankfurter Allgemeinen, kurz F.A.Z.

Zur Vorbereitung auf die Sendung haben wir unseren Gast um Antworten auf die Fragen der veränderten und gekürzten Version gebeten.

  • Wo möchten Sie leben? Am Meer
  • Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück? Ich glaube nicht, dass es das gibt.
  • Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten? Viele, ich bin nicht nachtragend.
  • Welches sind Ihre persönlichen Stärken? Schnelle Entscheidungen; nicht nachtragend; in der Regel gut organisiert, vor allem zeitlich
  • Was schätzen Sie bei Ihren Freunden am meisten? Wenn die Freundschaft ohne Bemühung umeinander bestehen kann und die „Wohlfühlatmosphäre“ in ihrer Gegenwart.
  • Was verabscheuen Sie am meisten? Eitelkeit
  • Wie möchten Sie sterben? selbstbestimmt
  • Glauben Sie, Gott ist eine Erfindung des Menschen? Ja, aber ich bin trotzdem gläubiger Christ.
  • Ihre Heldinnnen und Helden? Ehrenamtliche Alltagsmenschen
  • Ihre liebsten Romanheld*innen? Michael Tolliver, Lisbeth Salander, Martin Schlosser
  • Ihre Lieblingsschriftssteller*innen? Paul Auster, Gerhard Henschel (in Teilen), Armistead Maupin
  • Ihre Lieblingsmaler*innen? Katsushika Hokusai
  • Ihre Lieblingsmusik? Musik zu kategorisieren scheitert öfter, als es gelingt. Mein Lieblingsmusiker ist Bob Dylan.
  • Ihre Lieblingsbeschäftigung? Musik hören, am liebsten im Stehen auf einem Konzert.
  • Welches Auto möchten Sie gerne fahren? Am liebsten keines

Was ist das gravierendste Missverständnis, wenn die Sprache auf das Thema Übergewicht kommt?
Die Unterstellung, Menschen mit Adipositas seien allein und selbst schuld an ihrer Erkrankung und würden mit ein bisschen Willenskraft schon alles in den Griff bekommen können.

Was bewegt / motiviert / ärgert Sie am meisten in Bezug auf unser Thema?
motiviert: beitragen zur besseren Arzneimittelversorgung von Patient*innen mit Adipositas, vor allem jenseits der gewichtsreduzierenden Arzneimittel.
ärgert: Unfähigkeit der Politik, das Problem so ernst zu nehmen, dass sinnvolle & wirksame verhältnispräventive Maßnahmen eingeleitet werden.

Welche eine Information / Botschaft hat aus Ihrer Sicht den größten praktischen Nutzwert?
Adipositas ist eine vielschichtige chronische Krankheit und entsprechend muss von allen Beteiligten damit umgegangen werden, wenn eine Veränderung (individuell & gesellschaftlich) gewünscht wird.

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