Pralles Leben mit Gewicht

Adipositas und Seelenhunger: Wechselwirkungen zwischen Psyche und Körpergewicht

Übergewichtige leiden häufiger unter psychischen Problemen als Normalgewichtige. Was zuerst da war: die Ängste, Depressionen, Traumata und dann die vielen Zusatzkilos oder umgekehrt, ist nicht immer ganz klar. Auf jeden Fall ist es ratsam, die Störungen der Seele ernst zu nehmen und sich Hilfe zu holen, bevor man eine Adipositas-Therapie startet. Denn Diäten, Sportprogramme oder sogar Magen-OPs führen nur dann zum Erfolg, wenn das psychische Leid geheilt ist. Birgit von Bentzel und Sylvia Kunert sprechen mit Dr. med. Stephanie Grabhorn über die Rolle der Psyche bei Übergewicht und über die Abgrenzung von psychischen Erkrankungen wie MagersuchtBulimie und Binge EatingFrustessen, Heißhungerattacken und Psychopharmaka werden ebenso thematisiert wie Diskriminierung, Hilfe und Selbsthilfe, Abnehmerfolge und Rückfallquoten. Wenn ihr die Folge als Podcast hören wollt, klickt hier.


Kleines Porträt von Dr. med. Stephanie Grabhorn, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und Chefärztin der Privatklinik Blomenburg Mental Health Care in Selent bei Kiel

Vermutlich jeder Abonnent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung kennt den Fragebogen, den der Schriftsteller Marcel Proust in seinem Leben gleich zweimal ausfüllte. War der Bogen zunächst „Herausforderung an Geist und Witz ein beliebtes Spiel in den Pariser Salons“, öffnete sich über Dekaden hinweg Woche für Woche eine andere Person mit ihren Antworten dem Magazin der Frankfurter Allgemeinen, kurz F.A.Z.

Zur Vorbereitung auf die Sendung haben wir unseren Gast um Antworten auf die Fragen der veränderten und gekürzten Version gebeten.

  • Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück? Mit meiner Familie zusammen im Urlaub zu sein.
  • Wo möchten Sie leben? Am Meer, wo ich auch gerade lebe.
  • Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten? Die, die aus Unwissenheit oder Arglosigkeit enstehen.
  • Ihre Lieblingstugend? Ausdauer
  • Ihre Lieblingsbeschäftigung? Lesen
  • Wer oder was hätten Sie sein mögen? Ich wüsste gerne wie es sich anfühlt, ein Baum zu sein.
  • Was schätzen Sie bei Ihren Freunden am meisten? Echtheit und Treue
  • Was verabscheuen Sie am meisten? Dummheit und Unbewusstheit
  • Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen? Ich würde gerne besser kochen.

Was ist das gravierendste Missverständnis, wenn die Sprache auf unser Thema kommt?
„Alle Dicken haben psychische Probleme“, das kann man so nicht sagen.

Was bewegt / motiviert / ärgert Sie am meisten in Bezug auf unser Thema?
Übergewicht ist keine Lebensphilosophie, so in etwa „Ich bin halt ein fröhlicher Dicker“ - Übergewicht ist eine Krankheit!

Welche eine Information / Botschaft hat aus Ihrer Sicht den größten praktischen Nutzwert?
Wie bekommen Menschen mit Übergewicht individuelle Unterstützung, wenn sie etwas verändern möchten.

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