Habitat Mensch - Mikrobiom eines Superorganismus

Darmbakterien verbessern die Diagnose und Prognose von Typ-2-Diabetes

Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der der Insulinhaushalt des Körpers nicht richtig funktioniert. Dadurch entsteht ein zu hoher Zuckergehalt im Blut. Man unterscheidet zwischen Typ 1-Diabetes, der sich durch einen Insulin-Mangel auszeichnet, und Typ 2-Diabetes, der durch eine verminderte Empfindlichkeit der Körperzellen für Insulin entsteht. In Deutschland leben aktuell über 8 Millionen Menschen mit Diabetes, davon ca. 95 Prozent mit Typ 2-Diabetes.

Eine Studie der TU München hat den Zusammenhang von Typ 2-Diabetes mit dem Darmmikrobiom untersucht. Die Ergebnisse haben für viel Aufsehen gesorgt: „Wir haben nicht nur herausgefunden, welche Bakterien mit Typ 2-Diabetes assoziiert sind, sondern zusätzlich entdeckt, dass die Darmbakterien einem tageszeitlichen Rhythmus folgen, was davor noch nie gezeigt wurde. Das war eher eine Zufallsentdeckung, die uns aber einen Schritt näher gebracht hat, den Darm besser zu verstehen und dadurch auch die Erkrankung besser zu verstehen“, sagt Dr. Sandra Reitmeier. Sie ist Bioinformatikerin an der TU München und war maßgeblich an der Studie beteiligt.

Moderatorin Iris Budowsky spricht mit Ihr über die mikrobielle Risikosignatur, die sie entdeckt hat und klärt die Frage, ob es vielleicht schon bald die Möglichkeit einer Früherkennung für Diabetes gibt.

 

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