Habitat Mensch - Mikrobiom eines Superorganismus

Stillen: Muttermilch wirkt positiv auf Darmmikrobiom

 

Das Mikrobiom steht seit einigen Jahren im Zentrum der Forschung. Auch der Lebensmittelkonzern Nestlé beschäftigt sich mit dem Thema und hat eigens dafür die Micobiome Academy ins Leben gerufen. Was das genau ist und welche Ziele sie verfolgt, erläutert der medizinischer Direktor des Nestlé Nutrition Institute, Dr. Mike Poßner im Gespräch mit Moderatorin Iris Budowsky. Er sagt: „Wir versuchen erst mal zu verstehen, was der Zusammenhang zwischen dem Mikrobiom und den gesundheitlichen Effekten ist.“  Dabei liegt der Fokus auf der Frage: „Gibt es bestimmte Schlüsselzeitfenster, die für die Entstehung des Mikrobioms im frühen Säuglingsalter und die Langzeitfolgen interessant sind?“

Dieser Themenschwerpunkt ist bewusst gewählt, denn die Firma Nestlé beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit der Entwicklung von Säuglingsnahrung. Forschungen zu dem Thema haben gezeigt, dass gestillte Kinder über ein anderes Darmmikrobiom verfügen und oft gesünder sind als Kinder, die Säuglingsnahrung erhalten. Sie haben weniger Durchfallerkrankungen, Allergien oder Übergewicht. Für Dr. Mike Poßner ist die positive Wirkung von Muttermilch auf das Darmmikrobiom im Säuglingsalter unbestritten. Er sagt: „Ich bin ein totaler Stillfan. Wir können Muttermilch nie kopieren. Sie hat Hunderte von Inhaltsstoffen, während Säuglingsmilch nur ein Zehntel davon hat.“

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