Habitat Mensch

Auch Hunde und Katzen haben ein Mikrobiom

Nicht nur wir Menschen haben ein Mikrobiom, sondern auch unsere Lieblingshaustiere: die Hunde und Katzen. Besonders gut erforscht ist das tierische Darmmikrobiom, das eine ähnliche Bakterienzusammensetzung hat wie das menschliche. Das liegt daran, dass viele Katzen und Hunde aufgrund der Domestikation ähnliche oder sogar die gleiche Nahrung zu sich nehmen wie ihre Besitzer. Die Nahrungsaufnahme hat zentralen Einfluss auf die Entwicklung des Darmmikrobioms. Falsche Ernährung oder der Einsatz von Medikamenten wie Antibiotika können das Darmmikrobiom negativ beeinflussen. Wenn es aus dem Gleichgewicht gerät und die Vielfalt gestört ist, spricht man von einer Dysbiose. Mit einer Dysbiose werden unterschiedliche Krankheitsbilder wie Durchfall, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder Dermatitis in Verbindung gebracht. Welche Therapien bei einer Dysbiose helfen können und wie eine mikrobiomfreundliche Ernährung aussieht, klärt Moderatorin Iris Budowsky mit der Veterinärmedizinerin Dr. med. vet. Kathrin Busch. Sie leitet die Gastroenterologie an der medizinischen Kleintierklinik der LMU München und bietet dort die Spezialsprechstunde „Darmgesundheit für Hunde und Katzen“ an. Diese Sprechstunde ist einzigartig in Deutschland und hat das Darmmikrobiom im Fokus: „In unserer Spezialsprechstunde behandeln wir vorrangig chronische Magen-Darm-Erkrankungen, weil dieses Problem in den letzten Jahren sehr stark zugenommen hat“ erläutert Dr. Busch.

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